Echtes Leben vs. Virtuelle Realität Ein Erfahrungsbericht

Echtes Leben vs. falsche Realität - VR Brille


Im Zuge einer Bloggerreise habe ich vergangene Woche von Quelle.at eine VR-Brille zur Verfügung gestellt bekommen. Und dieser Einstieg in eine komplett andere Realität hat mich zum Nachdenken gebracht. Was das Ganze mit Panikattacken zu tun hat, das möchte ich dir in diesem Beitrag verraten. 


Sobald die Brille meine Nase berührt, tauche ich in eine völlig andere Welt ein, fernab jeglicher Realität. Auch wenn ich spüre, dass mein Körper noch immer im selben Raum, auf dem selben durchgesessenen Sofa in unserer Küche sitzt, so kann ich doch nicht mit Sicherheit sagen, wo ich mich gerade befinde. Ob ich nun mitten unter Akrobaten im Cirque de Soleil sitze, mit Haien im tiefsten Ozean schwimme oder schreiend Kanonenkugeln ausweiche, die mich aus fliegenden Piratenschiffen bombardieren – ich blende alles um mich herum komplett aus und verliere mich in einer Welt, die eigentlich nur ein Spiel ist, welche ich aber in diesem Moment für wahr halte…

Virtuelle Abenteuer

Die Rede ist hier natürlich nicht von einer gewöhnlichen Lesebrille, sondern von einer sogenannten Virtual Reality Brille. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form eines Head-Mounted-Displays, also ein „auf den Kopf geschnalltes Display“. In meinem Fall war das das neue Samsung Galaxy S8. Das ganze Paket habe ich freundlicherweise im Zuge der Bloggerreise, von der ich euch noch genauer berichten werde, von Quelle.at zur Verfügung gestellt bekommen.

Meine Familie und ich hatten das größte Vergnügen dabei, dieses Ding eingehendst zu testen. Es gibt mittlerweile mehr als sechshundert spezielle Apps, die Spaß und Abenteuer für jede Altersgruppe garantieren. Und es ist wirklich faszinierend, wie echt sich eine solche virtuelle Realität anfühlen kann. Genau das brachte mich schließlich zum Nachdenken…

Angst ist keine Wahrheit

Im Endeffekt ist eine Panikattacke oder eine Phase der Depression auch nichts anderes, als eine falsche Wirklichkeit. Eine Fehlschaltung in deinem Gehirn lässt dich glauben, dass dein Leben in Gefahr ist, obwohl du gerade ganz gemütlich hinter deinem Schreibtisch sitzt, ausgelassen mit deinen Kindern im Garten spielst oder einfach nur im Supermarkt an der Kasse stehst. Die Angst setzt dir eine Brille auf, die dich jegliche Realität um dich herum ausblenden lässt, die dein ganzes Leben plötzlich sinnlos und leer erscheinen lässt.

Wie auch bei der VR-Brille verlierst du während einer Panikattacke den Blick und das Gespür für das, was gerade wirklich und wahrhaftig um dich herum geschieht. Du vergisst, was du fühlst, vergisst, was du tust, vergisst, wer du wirklich bist. In diesem Moment hältst du das für wahr, was die Angst dir erzählt.

Doch auch aus dieser falschen Realität gibt es einen Ausweg, denn Angst ist keine Wahrheit. So wie du auch diese Brille einfach wieder abnehmen kannst, kannst du auch diese unnatürliche Panik wieder ablegen. Ja, vielleicht erfordert es etwas mehr Übung, doch irgendwann wird dein Blick wieder klar und geschärft sein, für all das, was wirklich ist. Und du wirst vielleicht sogar vergessen, wie es sich anfühlt, eine Brille zu tragen.

Yoga ganz Anders

Im Zuge meiner Recherchen bin ich übrigens noch auf ein ganz besonderes Projekt gestoßen, das zeigt, dass eine virtuelle Realität auch ganz anders genutzt werden kann. Das Projekt ANDERS VR hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen in schwierigen Lebenssituation auf eine ganz besondere Weise zu unterstützen. Die Patienten werden mit Hilfe einer VR Brille in eine entspannende Naturumgebung versetzt, wo sie dazu motiviert werden, eigenständig therapeutische Übungen, wie etwa Yoga oder Atemtherapie, durchzuführen.

Abschließend kann ich sagen, es war eine geniale Erfahrung, nur mit Hilfe eines kleinen Bildschirms in eine völlig andere Welt einzutauchen. Es ist faszinierend zu sehen, was die heutige Technik bereits alles möglich macht. Doch am Ende des Tages ist mir das wahre, echte, ehrliche Leben, meine Realität, wie sie wirklich ist, einfach immer noch am liebsten.

Pssst.. noch ein kleiner Tipp am Rande

Bei besagter Bloggerreise habe ich ganz liebe inspirierende Kollegen kennengelernt. Schau unbedingt mal bei Anita von Gailtal On Tour, Kathi von Seven & Stories, Carmen von Goodblog, Sarah von Sarah Sandhofer und bei Jürgen von Planet 75 vorbei – es lohnt sich, versprochen!

 

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Quelle.at und Urlaub am Bauernhof.

Bild: Unsplash - Paul Bence
Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

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4 Kommentare

  1. Hey Sabrina!
    Ein toller Beitrag, den du super recherchiert hast! Unfassbar, dass es über 600 Apps für dieses Spielzeug gibt! Ich gehöre jedoch nicht zu der Spezies, die damit „bespaßt“ werden muss. Wenn ich Abenteuer suche, gehe ich in die Natur und wenn ich in andere Welten abtauchen möchte, dann lese ich lieber ein Buch 🙂 Alles Liebe, Anita

    1. Danke, liebe Anita 🙂 ja das ist schon unglaublich.. ich gehöre auch eher deiner Spezies an, auch wenn es ehrlich eine lustige Erfahrung war, das mal auszuprobieren 🙂

      Alles Liebe :-*

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