Second Hand Shopping – Meine besten Tipps

In einem der letzten Beiträge ging es bereits um die Reduzierung beziehungsweise den bewussteren Umgang mit Konsum. Ein weiterer Schritt, wie wir dem Fast Fashion Phänomen entgegenwirken und so die Umwelt entlasten können ist, unserer Kleidung ein längeres Leben zu schenken. Und ein Weg dies in die Tat umzusetzen kann darin bestehen, Dinge für die wir keine Verwendung mehr haben weiterzugeben. Oder eben von vornherein schon Second Hand einzukaufen. Und für Letzteres möchte ich dir heute ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg geben.

Second Hand Shopping - Meine besten Tipps

Meinen eigenen Kleiderschrank habe ich bereits vor fast einem Jahr umstrukturiert, seit ich damals das erste Mal von den Capsule Wardrobes gehört habe. Zu dieser Zeit fing ich auch langsam an, mich bewusst mit dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.

Grüne Labels oder aus zweiter Hand

Nach den unzähligen Artikeln die ich in diesem Zusammenhang über die Hintergründe der Textilindustrie gelesen hatte, war mir schnell klar, dass ich meine Kleidung nicht mehr von den Fashionriesen und den alles verschlingenden Modeketten dieser Welt beziehen wollte. Und so begab ich mich auf die Suche nach Alternativen.

Dass und warum ökologisch hergestellte und fair produzierte Textilien ihren Preis haben, sollte uns allen klar sein. Und jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie viel der Erhalt unserer Umwelt und das Wohl seiner Mitmenschen ihm Wert ist. Wohl weiß ich aber auch, aus eigener Erfahrung sprechend, dass das Einkleiden im Fair Fashion Store für so manchen Geldbeutel den sicheren Hungertod bedeutet. Zu unser aller Glück gibt es aber eine weitere Wahlmöglichkeit gegenüber herkömmlichen Billigproduzenten.

Second Hand Shopping - Meine besten Tipps

Nützliche Tipps für deinen Second Hand Shopping Trip

Mittlerweile besteht mein Kleiderschrankinhalt fast ausschließlich aus Second Hand Kleidung. Und neben neuen Lieblingsteilen haben sich auch etliche Erfahrungswerte angesammelt, die ich hier mit dir teilen möchte.

Online-Plattform oder Flohmarkt

Einkaufen mit Charme, das kann man besonders gut auf einem Flohmarkt. Wenn man, wie ich, in einer eher ländlichen Gegend wohnt sind solche Veranstaltungen allerdings leider eher spärlich gesät. Somit habe ich mir so ziemlich sämtliche meiner Kleidungsstücke auf Online-Plattformen zusammengesucht. Einige der ersten Anlaufstellen sind hier beispielsweise Kleiderkreisel, willhaben oder ubup.

Ein Vorteil dieser Plattformen ist wohl, dass man sich genau das, was man sucht filtern kann und so schnell einen Überblick bekommt. Allerdings sollte man hier auch immer die (manchmal recht hohen) Versandkosten im Hinterkopf behalten und sich bewusst sein, dass man kein Umtauschrecht geltend machen kann, sollte das gute Stück nicht passen.

Flohmärkte wiederum bestechen durch ihr ganz eigenes Flair und den persönlichen Kontakt. Hier muss nicht erst die Katze im Sack gekauft werden.

Lerne, zu verhandeln…

…aber schätze auch den Wert des angebotenen Stücks. Beim Kauf von Second Hand Artikeln lässt sich richtig Geld sparen. Mir sind aber auch schon etliche Verkäufer untergekommen, die ihre angebotenen Kleidungsstücke maßlos überteuert anbieten. Hier lohnt es sich, über Verhandlungsgeschick zu verfügen. Zu sehr übertreiben sollte man dabei aber auch nicht. Versuche die goldene Mitte zwischen dem tatsächlichen Wert des Teils und dem, was es dir wert ist, zu finden.

Nimm dir Zeit

In einem Second Hand Shop werden niemals zwanzig gleiche Teile in allen möglichen verschiedenen Größen nebeneinander hängen. Doch genau das ist das Schöne daran. Hier hast du die Chance, etwas wirklich einzigartiges und manchmal sogar handgemachte Einzelstücke zu finden. Alles was du brauchst, ist etwas Zeit um zu Stöbern.

Sei offen

Natürlich ist es nie von Nachteil, sich vorher einen groben Plan zu machen, wonach man sucht und welche Teile man wirklich braucht. Doch Second Hand Shopping erfordert auch etwas Offenheit. Man weiß nie, welche Besonderheiten man dabei entdeckt, wenn man sich auf die Suche einlässt.

Kaufe nur, was du wirklich liebst

Bei einem Einkauf sollte es nie darum gehen, sich für irgendetwas zu belohnen, auch wenn das manchmal eine schöne Nebengeschichte ist. Daraus wird meist ein Kampf und am Ende nimmt man irgendetwas mit, nur um irgendetwas gekauft zu haben. Höre auf dein Gefühl und nimm nur das mit nach Hause, von dem du dir sicher bist, dass du auch längerfristig Freude daran haben wirst.

Habe Spaß

Zu guter Letzt das Allerwichtigste: Second Hand Shopping darf und soll auch Spaß machen. Genieße die Suche und das aufregende Gefühl, am Ende wirklich etwas gefunden zu haben, das dir Freude bereitet.

Second Hand Shopping - Meine besten Tipps
Kosten für dieses Second Hand Outfit: Mantel – EUR 45,- Kleid – EUR 10,- Schuhe – EUR 5,-

 

Welche Erfahrungen hast du bisher mit Second Hand Shopping gemacht? Hast du noch weitere Tipps? Ich freue mich auf deine Kommentare!

 

Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

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6 Kommentare

  1. Super interessanter Artikel! Ich liebe second hand Shopping immer mehr. Ich mag, dass man einzigartige Kleiding für ziemlich wenig finden kan und gleichzeitig der Umwelt zu Liebe ist 🙂 Gute Tipps!

  2. Liebe Sabrina,
    sehr toller Artikel!
    Obwohl ich Flohmärkte schon immer geliebt habe (bin quasi als Kind dort aufgewachsen), habe ich erst sehr spät die second hand Mode für mich entdeckt. Früher fand ich fremde Kleidung immer etwas ekelig, Heute finde ich ist sie die günstigste und umweltfreundlichste Variante um frischen Schwung in den Kleiderschrank zu bekommen!
    Dein Outfit find ich übrigens echt klasse!
    Alles Liebe,
    Mira

    1. Vielen lieben Dank, Mira 🙂 ja den Ruf hat’s leider immer noch ein bisschen, aber es ist schön zu sehen dass sich immer mehr Leute vom Gegenteil und vor allen Dingen den positiven Aspekten von Second Hand überzeugen lassen 🙂

  3. Bisher war ich noch nie Second Hand shoppen, hier gibts irgendwie keine Läden, in denen sich das lohnen würde. Habe mich aber erst neulich mit einer Freundin unterhalten, dafür mal einen Tag lang in eine Stadt nebenan zu fahren, um das da ausgiebig nachzuholen. Dafür nehme ich deine Tipps auf jeden Fall mit!

    Liebst Daniela
    von http://cocoquestion.de

    1. Ja das ist bei uns leider auch so, deshalb mach ich das hauptsächlich online. Aber das ist eine tolle Idee, so einen Second Hand Shoppingtag einzulegen 🙂 ich wünsch euch viel Spaß!

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