Mach dir deine Welt, wie sie dir gefällt Wie Quantenyoga mein Leben verändert hat

Mach dir deine Welt, wie sie dir gefällt

Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich das, was ich hier schreibe, wirklich veröffentlichen soll. Doch in den letzten Tagen ist der Drang danach so groß geworden, dass ich einfach nicht anders kann. In diesem, sehr persönlichen Beitrag, möchte ich dir erzählen,

was Quantenyoga ist, wie es mir geholfen hat, und welchen Nutzen du vielleicht daraus ziehen kannst.

Ich war von klein auf schon immer ein sehr introvertierter Mensch. Was ich dachte, behielt ich meist für mich, denn mit anderen zu sprechen, geschweige denn meine Gefühle und Gedanken zu teilen fiel mir nie leicht. Ich steckte vieles ein und teilte nie aus. Weder Gutes noch Schlechtes. Über die Jahre habe ich so viel Kram in mir angesammelt ohne es zu merken. Wie es wirklich in mir aussah wusste niemand, am wenigsten vermutlich ich selbst.

 

„Ich lebte einfach vor mich hin.“

 

Dies zog sich weiter durch die Schulzeit bis in die Arbeitswelt. Ich kann nicht sagen, dass es mir nicht gut ging, aber im Nachhinein betrachtet war ich auch nie wirklich glücklich und ausgeglichen. Ich lebte einfach vor mich hin. Mir selbst ein bisschen Aufmerksamkeit zu schenken hatte ich schon lange verlernt. Und mein Selbstbewusstsein hatte ich zum letzten Mal gesehen, als ich noch Windeln trug.

Ich konnte weder schlafen noch essen

Irgendwie staute sich über die Jahre das alles in mir zusammen, ohne dass ich es bemerkte. Verletzungen, schlechte Gefühle, Selbstzweifel. Und irgendwie wollte das dann alles auch mal raus, wenn ich es schon nicht raus ließ. Immer mehr schlichen Panikattacken in mein Leben, mir fiel es nicht einmal auf. Bis eines Tages gar nichts mehr ging. Ich war auf dem Weg in die Arbeit, nach einer freien Woche, wo man eigentlich erholt sein sollte, möchte man meinen. Mitten auf der Autobahn war dann Schluss. Mein Herz begann zu rasen, meine Hände waren kalt und zittrig, meine Gedanken fuhren Ringelspiel und irgendwie verschwamm alles. Ich hatte nur noch Angst und dachte, dass es nun vorbei war mit mir. Meine Freunde brachten mich nach Hause, ich versuchte zu schlafen, doch mein Zustand besserte sich kaum, sodass ich am Abend, wie schon so oft, ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Der Schubs in die richtige Richtung

Die Ärzte konnten natürlich nichts finden und schickten mich wieder nach Hause. Doch auch die nächsten Tage war keine Besserung in Sicht. Ich konnte nicht schlafen, nicht essen, dachte ich müsste sterben sobald ich die Augen schloss. Ich konnte mein Bett nicht mehr verlassen, geschweige denn das Haus. Es ist schwer in Worte zu fassen, wie schlimm sich das anfühlt. Zu gerne hätte ich dem Ganzen einfach ein Ende gesetzt. Ich war wirklich am Tiefpunkt meines Lebens angekommen.
Es war meine Mama, die dann erkannte, dass dies keine körperlichen Ursachen haben konnte. Und so saß ich bald auf einem Stuhl, mir gegenüber eine Therapeutin. Wie du dir vielleicht denken kannst, flippte ich vor Freude darüber nicht gerade aus. Doch ich wusste selbst auch keine andere Lösung mehr. Und heute bin ich über die Maßen dankbar, dass ich diesen Schritt getan habe. Denn meine Therapeutin war es schließlich, die mich zum Yoga brachte und mir den Schubs in die richtige Richtung gab.

Fast dreißig Prozent leiden an Angststörungen

Mein erstes Antasten an Yoga fand nicht im herkömmlichen Sinn, also auf einer Matte, mit einem Lehrer und so weiter, statt. Mein Weg führte über Quantenyoga. Und darum geht es hauptsächlich in diesem heutigen Artikel. Ich habe im letzten Jahr, seit ich den Beitrag bei asanayoga.de veröffentlicht habe, viele Nachrichten von lieben Menschen bekommen, die in der selben scheinbar aussichtslosen Situation steckten und die von mir wissen wollten, wie ich es denn geschafft hätte da raus zu kommen. Gerade deshalb liegt mir dieser Beitrag hier auch sehr am Herzen, zum einen, weil in der heutigen Gesellschaft (leider) viele in solch eine Krise geraten und auf der Suche nach einem Ausweg sind, und zum anderen, weil es scheinbar auch immer noch ein Tabuthema ist. Jemandem der nicht davon betroffen ist, fällt es schwer zu verstehen und deshalb werden auch viel zu schnell Urteile gefällt. Dabei leiden fast dreißig Prozent der Menschen an Angststörungen, jeder fünfte Österreicher einmal im Leben an einer Depression*. Gerade deshalb finde ich, dass dieses Thema nicht so tabuisiert werden sollte.

Was ist also dieses Quantenyoga

Quanten-Yoga verbindet erstmals die altindische Yoga-Lehre mit dem modernen Konzept der Quantenheilung und ermöglicht es, das Wissen ganz praktisch zu nutzen. Das Buch beschreibt kurze Übungsprogramme, bestehend aus je einer Atemübung, einer Yogaübung und einer kurzen Meditation. Körperliche Beschwerden können hier ebenso transformiert werden wie seelische Belastungen. Im Grunde ermöglicht dir Quantenyoga alte festgesetzte Glaubensmuster und Gedankengänge aufzulösen und durch neue zu ersetzen und so dich und dein Umfeld zu verändern. Ich nenne es ganz gerne „Umprogrammieren des Unterbewusstseins“.

Wie es mir geholfen hat

Ich griff für meine ersten Gehversuche mit dieser Methode natürlich gleich das Angstthema auf. Und hätte es nicht vom ersten Moment an so erstaunliche Ergebnisse mit sich gebracht, hätte ich das Ganze wahrscheinlich für genauso verrückt erklärt wie es sich für dich jetzt vielleicht anhört. Bereits nach der ersten Übung konnte ich feststellen, dass ich wesentlich ruhiger war und mit jeder Übung wurde es besser. Schritt für Schritt kam ich dann vom Quantenyoga zu Hatha und Vinyasa Yoga und langsam konnte ich diese persönliche Krise immer mehr abschütteln.

Heute ist Yoga mein täglicher Begleiter. Wenn mein Leben mal wieder sagt: „Och nö, für dich gibt’s heute kein Bonbon“ rolle ich meine Matte aus und verlasse sie danach wieder glücklicher und entspannter. Es hilft mir in allen Lebenslagen mit den alltäglichen kleinen Katastrophen gelassener umzugehen und immer wieder zu mir selbst zurückzufinden, meine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und einfach zufrieden zu sein. Das Thema Angst begleitet mich natürlich weiterhin, aber das ist auch gut so, denn es treibt mich immer weiter voran, gibt mir die Chance, mich immer wieder zu verändern und neu zu entdecken.

Immer wieder fragen mich Leute, was denn dieses Yoga so kann. Ein bisschen rumsitzen und dehnen, das ist doch echt nicht spannend und was für Mädchen. Manchmal ärgert mich das noch, meistens nicht mehr. Vielleicht hilft dieser Beitrag ja dabei, die tiefgreifende Wirkung von Yoga etwas verständlicher zu machen.

Sollte dich dieser Beitrag neugierig gemacht haben: Hier kannst du dir das Buch holen. Außerdem freue ich mich jederzeit über deine Nachricht, wenn du dich ein bisschen über das Thema austauschen möchtest.

Namastay awesome,
Sabrina

 

*Quelle: diepresse.com

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Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

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5 Kommentare

  1. Liebe Sabrina,

    ich bin sehr sehr stolz auf dich. Mich hast du auf alle Fälle als Leserin dabei. Du weißt in welcher Lage ich war. So blöd es klingt, mich zieht Yoga sehr an, da ich zu mir selbst finden möchte, aber aus irgend einen Grund komme ich nicht dazu. Wohl eher weil ich aus der „blöden“ Komfortzone nicht rauskomme. Weil ich immer denke: „Ich MUSS (da ist es dann schon vorbei) jetzt Yoga machen, weil ich weiß dass es mir hilft!“ Ich seh mich immer wieder um wo es gute Yoga-Kurse gibt & bin total begeistert von denen, nur mein „netter Wille“ sitzt da und macht nix.. dann denk ich mir, soo dehnbar bist du nun auch wieder nicht 🙂
    Naja ich komm schon noch dazu, dass weiß ich. Wann dass ist, weiß ich noch nicht.
    Deine Arbeit begeistert mich sehr und ich denke oft an dich.

    Weiter so 🙂

    Liebe Grüße
    Almedina

    1. Danke für deinen lieben Kommentar! : ) wenn der Zeitpunkt passt dann wirds ganz leicht gehen, war bei mir auch so. Und wenn nicht, dann ist vielleicht was anderes das Richtige für dich : ) du machst deinen Weg!

      Freu mich, wenn wir uns mal wieder sehen : )

      <3

  2. Hallo liebe Sabrina,
    durch Facebook bin ich eben auf deinen Blog aufmerksam geworden und da wollte ich unbedingt einmal vorbeischauen. Zuerst einmal finde ich dein Design und das ganze Konzept, also deine Themen und deinen Stil einfach super. Ich bin gerade mal 10 Minuten hier und finde alles schon ganz wunderbar. 🙂
    Und dann finde ich es echt schön, dass du deine doch sehr persönliche Geschichte hier teilst, mit der Intention, Gleichgesinnten zu helfen bzw. über das „Tabuthema“ Angststörung aufzuklären. Ich persönlich bin jetzt nicht von einer Angststörung bzw. Panikattacken betroffen, aber so eine Lage wahrscheinlich ganz gut nachempfinden kann (natürlich nie so gut, wie jemand, dem es so geht).
    Ich persönlich brauche im Alltag auch ganz viel Ruhe und Zeit für mich selbst. Aber das weiß ich schon ziemlich lange und räume mir auch immer meine Zeit dafür ein. Ich treibe zum Beispiel viel Sport und lebe mich gerne kreativ aus. Seit ein paar Wochen probiere ich in einem Kurs meditatives Yoga aus. Die Intention bzw. Weisheiten dahinter haben mich direkt begeistert, obwohl ich mit der Umsetzung einzelner Übungen natürlich noch so einige Schwierigkeiten habe. Aber ich denke mal, dass das auch ein wenig Zeit bedarf, bis man sich an diese Bewegungen gewöhnt hat. Ich merke aber bereits, dass sich die Atmung stets verbessert und auch die Beweglichkeit besser wird. 🙂 Jedenfalls hat mich das Thema so interessiert, dass ich mich auch gern genauer damit auseinandersetzen würde (leider habe ich den Kurs bloß einmal die Woche). Ich denke, da bin ich bei dir schon ganz an der richtigen Adresse. 🙂 Ich werde auf jeden Fall deine Leserin und bin gespannt auf deine Artikel.

    Jetzt habe ich dich aber ganz schön mit Text zugekleistert..

    Allerliebste Grüße und viel Spaß beim Bloggen!

    Lena

    1. Hallo Lena,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Es freut mich sehr, dass dir mein Blog so gefällt : )
      Und ich finde es toll, dass die Thematik so gut ankommt – genau das war meine Intention hinter dem Blog – dem Thema „Angst“ das „Tabu“ zu nehmen. Aufzuzeigen, dass man auch mit einer Angststörung ein tolles Leben führen kann, dass man damit nicht alleine ist. Dass man seine Ängste loslassen darf und kann. Und vielleicht auch eine kleine Community aufzubauen für gegenseitigen Austausch : )
      Schön, dass du auch bereits zum Yoga gefunden hast!
      Und ich freue mich, dich als Leserin „mit an Board“ zu haben : )

      Alles Liebe,
      Sabrina

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