Jagst du noch, oder sammelst du schon – Kräuterwandern im Großarltal

Im Juni diesen Jahres wurde ich freundlicherweise von Quelle.at und Urlaub am Bauernhof zusammen mit einigen österreichischen Bloggern auf einen kleinen Ausflug ins Tal der Almen – das Großarltal im Salzburgerland – eingeladen. Von einer Schnapsverkostung über die Herstellung natürlicher Kosmetikprodukte bis hin zum Kräuterwandern stand einiges auf dem Programm. Auf Letzteres möchte ich in diesem Beitrag genauer eingehen.

Kräuterwandern im Großarltal

Wir sind so daran gewöhnt, und vielleicht auch ein bisschen verwöhnt, alles was wir zum Leben brauchen im Supermarkt oder in der Apotheke ums Eck zu bekommen, dass wir gerne vergessen, welche Schätze sich direkt vor unserer Nase, oder unseren Füßen, ausbreiten. Auch mir geht es manchmal so. Was mich dann immer wieder runter holt und auch jedes Mal aufs Neue in Staunen versetzt, ist ein Spaziergang mit meiner Oma. Es gibt kaum eine Pflanze, die sie nicht benennen kann und sie kann mir die Wirkungsweise jedes noch so kleinen Gewächses erläutern. Das sind die Momente, in denen ich mir denke: Ja, wir sind alle so reich beschenkt. Die Natur gibt uns mehr als genug von dem, was wir wirklich brauchen. Lediglich unsere Gier vermag sie nicht zu stillen.

Kräuterwandern im Tal der Almen

Im Zuge unserer Bloggerreise Ende Juni, von der ich dir bald noch ein bisschen mehr erzählen werde, stand am zweiten Tag Kräuterwandern auf dem Plan. Die sympathische Bäuerin Barbara führte uns von ihrer Aualm ausgehend über die weiten Almwiesen und zeigte uns die Vielfalt auf, mit der sich die Natur sogar noch so hoch oben in den Großarler Bergen schmückt. Mit ihrem Holzkörberl ausgerüstet und über leuchtenden Almrausch hinwegsteigend erklärte sie uns die verschiedensten Wirkungsweisen der unterschiedlichen Kräuter, ließ uns wilden Schnittlauch sammeln und erzählte von ihrem Alltag auf der Alm.

Kräuterwandern im Großarltal - Ausblick auf die Salzburger Berge

Kräuterwandern im Großarltal mit Barbara

Mit jeder Menge frischen, und ich meine wirklich frischen, Kräutern im Korb und nach kurzem Abstieg wurde unsere Beute direkt zu einem genussvollen Almschmaus verarbeitet. Hier zeigte sich dann die Realität eines Bloggers in ihrer ganzen schonungslosen Härte: So sehr uns auch schon das Wasser im Mund zusammenlief – die Köstlichkeiten wollten erst präsentiert und fotografiert werden. Danach ließen wir uns die Wipferlbutter und den Kräutertopfen auf frischem Bauernbrot nebst herrlichen hauseigenen Käsevariationen umso mehr schmecken. Also, Speck gab’s natürlich auch, der soll laut einigen Feinschmecker-Kollegen auch richtig gut gewesen sein.

Kräuterwandern im Großarltal - Die Vielfalt der Natur

Kräuterwandern im Großarltal - Zubereitung
Das leckere Essen haben wir uns verdient .. na gut, einige von uns 😀
Kräuterwandern im Großarltal - Fichtenwipferl
Unsere Ausbeute vom Kräuterwandern: Saftige Fichtenwipferl ..
Kräuterwandern im Großarltal - Wipferlbutter
.. die dann später zu frischer Wipferlbutter verarbeitet wurden
Kräuterwandern im Großarltal - Käsevariationen
Ein Paradies für Käseliebhaber wie mich

Kräuterwandern im Großarltal - Kräutertopfen

Solltest du jetzt auch Appetit bekommen haben und am Wochenende gleich auf große Sammelwanderung gehen wollen, habe ich hier für dich noch ein paar kleine Tipps – damit’s am Ende auch wirklich schmeckt:

  • Nimm dir statt dem Plastiksackerl zum Kräuterwandern lieber ein Holzkörberl oder ein Stoffsackerl mit. Das hilft nicht nur unserer Umwelt, damit sie weiter solche Köstlichkeiten produzieren kann, sondern ist auch einfach besser für den Transport deiner selbstgesammelten Schätze geeignet.
  • Versuch nicht gleich den ganzen Natursupermarkt leerzuplündern. Achte darauf, dass noch genügend Pflanzen stehen bleiben, um sich weiter vermehren zu können.
  • Pack dir am besten auch eine Schere oder ein Taschenmesser ein. Das erleichtert dir das Abernten und die Wurzel der Pflanze kann schön dort bleiben, wo sie hingehört – in der Erde.
  • Vom Sammeln am Straßenrand wird dringend abgeraten. Schmeckt nicht wirklich gut und ist auch, aufgrund der Abgase aus vorbeifahrenden Autos, nicht besonders gesund. Das ist bloß vergeudete Liebesmüh. Lieber einige Kilometer zu Fuß über Berge und Wiesen zurücklegen – lohnt sich.
  • Wenn du noch nicht wirklich eine Ahnung davon hast, was so alles in diesem wilden Grün wächst, dann nimm dir am besten ein kleines Kräuterbüchlein mit. So kannst du dich vergewissern, dass am Ende nicht doch ein für Magenverstimmung sorgendes Pflänzlein in deinem Korb landet.
  • Und nach getaner Arbeit heißt es dann nur noch: Genieße es!

 

Viele weitere Tipps und die richtige Ausrüstung zum Kräuterwandern bekommst du außerdem hier.

Und solltest du jetzt auch Lust bekommen haben, im Großarltal auf Kräuterjagd zu gehen, dann hab ich noch einen kleinen Tipp für dich: Gewinne einen Sommerurlaub am Bauernhof für 2 Erwachsene und 2 Kinder!! Alle Informationen zur Teilnahme findest du hier.

Und ich freue mich wie immer, wenn du deine Erfahrungen zum Thema in den Kommentaren teilen möchtest 🙂

 

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Quelle.at und Urlaub am Bauernhof.

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Kräuterwandern im Großarltal - Pinterest

Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

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6 Kommentare

  1. Sehr schöner Beitrag Sabrina! Hast du wirklich wunderbar beschrieben! Freue mich auf ein hoffentlich baldige Wiedersehen mit der liebsten Gruppe 😊

    LG Sarah

    1. Danke, liebe Sarah 🙂 ja, das würde mich auch freuen! Allerspätestens bei SALT würd ich mal sagen, oder? 😀

    1. Ach Gott, stimmt jo! 😀 Entschuldige, des hab i irgendwie durcheinander gebracht 😀
      Ja des wär auf jeden Fall a Wiederholung wert, super wars mit euch!! 🙂

  2. Das Gute liegt nicht nur manchmal, sondern eigentlich immer sehr nahe. Wir müssen nur die Augen öffnen und es erkennen 😉 Ich habe so viel von dieser Reise mitnehmen können…

    1. Da gebe ich dir absolut recht, liebe Anita 🙂 wir sollten uns viel mehr wieder auf solche Dinge besinnen und erkennen, wie reich uns die Natur beschenkt 🙂

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