Keep an eye on you

Keep an eye on you

In meinen Yogastunden liegt es mir am Herzen, meinen Yogis immer etwas mitzugeben. Die Gedanken aus der letzten Stunde möchte ich nun auch mit dir teilen, weil ich finde, dass es wichtig ist.

Mehr als nur ein gutes Workout

Früher war ich einer dieser Yogalehrer, deren Notizblock vollgezeichnet war mit Strichmännchen die sich von Asana zu Asana räkelten. Akribisch geplante Stunden, von deren Struktur und Plan abzuweichen mich nervös machte. Heute ist das nicht mehr so. Was in einer Yogaklasse passiert, kann ich vorab niemals sagen. Lediglich mit einem groben Entwurf im Kopf gehe ich in meine Stunden und lasse mich überraschen. Ich versuche, mich auf meine Yogis einzulassen, ihre Stimmung aufzufangen und sie dort abzuholen, wo sie gerade sind. Manchmal gelingt mir das auch. Besonders liegt es mir am Herzen, ihnen auch immer etwas mehr mitzugeben, als nur ein gutes Workout und eine Portion Entspannung. Einen Gedanken, ein Mantra, eine Intention – etwas, von Herz zu Herz. Und genau wie eine gute Yogastunde lässt auch das sich nie planen. Ich weiß am Anfang nie, was es am Ende sein wird. Meist kommt mir der richtige Gedanke erst am Ende der Stunde, während alle in Savasana entspannen.

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben

So ging es mir auch am gestrigen Abend. Nach einem wunderbaren Flow, den wir zu einem bestimmten Song aufgebaut hatten, saß ich da und dachte also darüber nach, warum ich genau dieses Lied ausgewählt hatte. In dem Text heißt es: „Keep an eye on me“. Also, behalt mich im Auge. Dieser Song war am Vorabend ‚zu mir gekommen‘. Ich hatte ihn gehört und er hatte sofort etwas in mir bewegt, ohne dass ich es nun groß erklären kann. Ich rollte also meine Matte aus und legte los, der Flow war da. Und erst während der Endentspannung in der Stunde wurde mir bewusst, was er eigentlich zu bedeuten hatte. Mir wurde klar, was ich meinen Yogis damit mitteilen wollte:

Achte auf dich

Die meisten von uns sind in dem Glauben erzogen worden, dass es am wichtigsten sei, Anderen zu helfen, sich selbst hinten anzustellen, ja, vielleicht sogar sich aufzuopfern. Versteh mich nicht falsch, es ist gut Anderen zu helfen. Doch dabei sollte man nicht auf den wichtigsten Menschen in seinem Leben vergessen: auf sich selbst. Denn nur, wenn es dir selbst gut geht, wenn du gesund bist, Energie hast und Freude in deinem Herzen trägst, dann hast du auch die Kraft deinen Mitmenschen zu helfen. Es ist nichts Schlechtes, sich selbst in seinem Leben an erste Stelle zu stellen. Es ist sogar notwendig.

Also, keep an eye on you, schau, dass es dir gut geht, dass du gesund bist und Spaß am Leben hast, dass du dich selbst und dein Leben lieben kannst, dann kannst du all das auch mit der Welt teilen.

Shanti vibes,
Sabrina

Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

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