Hechtsprung über den eigenen Schatten

Spring über deinen Schatten

Wenn einem die Angst immer mehr den Kopf vernebelt, ist es schwer aus seinem gewohnten Umfeld auszubrechen. Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, wie wichtig jedoch gerade das ist. Und so versuche ich mich immer wieder selbst herauszufordern und genau das zu tun, wovor ich eigentlich am meisten Angst habe.

Auch wenn es schon einige Jahre her ist, so erinnere ich mich immer mal wieder an die Zeit, in der ich so richtig auf der Kippe stand. Tagelang verbrachte ich meine Zeit im Bett und war so in diesen Ängsten gefangen, dass schon allein die Vorstellung, überhaupt vor die Tür gehen zu müssen, mich in größte Panik versetzte. Es ist immer wieder schön sich in Erinnerung zu rufen, dass das vorbei ist. Und zu wissen, dass das Leben auch noch andere Seiten hat. Ich bin aber auch dankbar dafür, dass ich das durchlebt habe. Denn ich habe eine Menge daraus gelernt und mein Leben wäre heute nicht das, was es ist: der Hammer!

Verlass deine Komfortzone

Eines der wichtigsten Dinge, die ich aus dieser Zeit mitgenommen habe ist, wie wichtig es ist, immer mal wieder vor die Tür seiner Komfortzone zu gehen. Und nicht nur die Nase rauszuhalten und am Abenteuer zu schnuppern, sondern mit einem Hechtsprung über den eigenen Schatten zu springen und seinen Arsch in die Welt da draußen zu bewegen. Wie schon Neal Donald Walsch sagte:

 

„Das Leben beginnt am Ende deiner Komfortzone.“

 

Denn wenn du erstmal da draußen bist, merkst du, dass das Leben gar nicht so gefährlich ist. Im Gegenteil: Es kann richtig Spaß machen! Deine Ängste darfst du dabei gerne zu Hause lassen.

Das hört sich alles schön und gut an…

…doch so einfach ist das nun auch wieder nicht? Ich weiß. Aber das ganze Komfort-Zonen-Verlassen kann man Üben. Und man kann sogar richtig gut drin werden. Mit der Zeit wirst du merken, wie du immer stärker wirst. Und deine Ängste werden die Macht über dich verlieren.

Probier es doch einfach aus. Fang vielleicht mal klein an und lass dich gerne auch von einer Vertrauensperson an der Hand nehmen. Vom zögerlichen Krabbeln kommt man dann schnell ins vorsichtige Gehen und schließlich ins selbstsichere Voranschreiten. Entdecke die Welt da draußen mit allem was sie für dich zu bieten hat. Spring über deinen Schatten!

 

Viel Spaß dabei,

XX Sabrina

Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

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8 Kommentare

  1. Liebe Sabrina,
    ein sehr toller und sehr wahrer Text!
    Es lohnt sich, immer wieder genau das zu tun, wovor man die meiste Angst hat. Nicht zuletzt, weil man erst dadurch die eigenen Grenzen wahrnimmt und kennenlernt.
    Es fällt mir oft noch immer schwer die Komfort-Zone zu verlassen und doch merke ich erst dadurch, wie sich im Laufe der Jahre meine Grenzen und meine Fähigkeiten verschoben, verändert haben. Nur, weil ich Schritt für Schritt Dinge gewagt habe, vor denen ich einmal Angst hatte, bin ich die, die ich heute bin. Und mittlerweile habe ich Dinge gewagt, die noch vor zehn Jahren absolut undenkbar für mich gewesen wären. Zum Beispiel jemand fremden anrufen. 😉

    Alles liebe dir,
    Friede

    1. Hallo Friede,

      vielen Dank für dein Kommentar. Schön, wie du deinen Weg gegangen bist und gehst. Es ist toll, wenn man nach einiger Zeit darauf zurückblicken kann, was man alles geschafft hat.

      Alles Gute weiterhin,
      Sabrina

  2. Da hast Du recht, eine Therapeutin hat mich einmal gefragt: „Sie wissen, was sie machen müssen?“ ich antwortete ihr: „Ja, immer das wovor ich am meisten Angst habe und immer einen Schritt weiter gehen als ich eigentlich möchte!“ Das ist richtig und gut aber oft kann man dieser Angst alleine nicht die Stirn bieten. Aber wenn man es dann geschafft hat, dann ist man stolz und sollte es auch sein. Bei mir waren es zum Glück nur medikamentöse Nebenwirkungen aber mir hat es vollkommen gereicht! Die Angst vor der Angst ist mit das Schlimmste Gefühl das es gibt. LG und immer schön dran bleiben Marion

    1. Hallo Marion,
      vielen Dank für dein Kommentar. Ja das stimmt wohl, die Angst vor der Angst ist meist fast schlimmer als die Angstattacken selbst, denn die hören irgendwann auf. Nur wenn man dieser Erwartungsangst zeigt, dass es gar keinen Grund für sie gibt präsent zu sein, verschwindet sie auch. So meine Erfahrung. Und das geht halt meist leider nur indem man über seinen Schatten springt und guckt ob das Gras auf der anderen Seite nicht vielleicht doch grüner ist. Und es ist gut sich ins Gedächtnis zu rufen, dass man da nie allein durch muss, es gibt immer irgendwo Hilfe. Sei es in der Familie, im Freundeskreis oder im Zuge einer Therapie.
      Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg,
      Sabrina

  3. Stimmt liebe Sabrina, man kann es schaffen. Gottseidank 🙂 Auch wenn es ein langer und steiniger Weg ist und sein kann. Aber zu seinen Ängsten zu stehen ist immer der erste Schritt in die richtige Richtung… Denn dann nimmt Dich Deine Umgebung und vor allem Du selber mit anderen Augen wahr. Man ist nicht „verrückt“ wie man von sich selber glaubt, sondern es ist eine Krankheit in die man durch verschiedenste Dinge hineingeraten ist. Und da wieder rauszukommen ist Schwerstarbeit. Umso schöner ist das „Leben danach“ und das heißt es zu 100 Prozent genießen und wahrzunehmen 💪 Angela 😘

  4. Ein sehr schöner Artikel! Ich selbst kenne es durch chronische Krankheit, was es heißt, sich vor neuen unbekannten Dingen zu verschließen…Die Ängst im Alltag blockieren dabei aber wirklich ungemein! Man hat keine Luft mehr zum Atmen und kommt so auch nicht voran.

    Ich wünsche dir, dass du deinen Weg weiter so gehst!

    lg Nadine von Nanniswelt!

    1. Hallo Nadine,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Das stimmt, aber je öfter man einfach mal das macht, wovor man Angst hat, desto kleiner werden irgendwann diese Ängste. Auch wenn es auf den ersten Blick unmöglich scheint – irgendwann kann man zurückblicken und sieht, dass man alles schaffen kann!

      Alles Gute dir und ein schönes Wochenende : )

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