Das Glück lässt sich nicht jagen.

Das Glück lässt sich nicht jagen

Wenn du die letzten Beiträge hier am Blog mitverfolgt hast, dann weißt du vielleicht, dass ich es mir selbst in den vergangenen Wochen und Monaten nicht gerade leicht gemacht habe. Rückblickend kann ich aber wieder einmal behaupten, dass ich froh bin, dass es so gekommen ist. Denn ich durfte erneut Vieles lernen, über das Leben und mich selbst, und ich habe einige Hürden auf meinem Weg überwunden.

Wenn dir das Leben Steine in den Weg legt, dann klettere darauf, genieße die Aussicht und gehe weiter.

Unter anderem habe ich mir vermehrt Zeit für mich selbst genommen, zu meiner regelmäßigen Meditationspraxis zurückgefunden und ich habe auch wieder einige spirituelle Bücher unter den dicken Staubschichten und aus den Tiefen meiner Bücherregale hervorgeholt. Und das, was ich daraus lernen durfte und was für mich zurzeit den wichtigsten Punkt darstellt, möchte ich heute mit dir teilen. Es geht um das Glück.

Der Geist kennt kein Hier und Jetzt

Ich habe für mich gemerkt, dass ich, gerade in turbulenten Zeiten, dazu neige, mich in meinen Gedanken zu vergraben. Und unser Geist kennt nun einmal nur zwei Zeiten: die Vergangenheit und die Gegenwart. Ertappst du dich vielleicht auch manchmal dabei, wie du in Erinnerungen versinkst und dir sicher bist, dass früher alles besser war? Oder denkst du, dass du endlich glücklich sein wirst, wenn du erst einmal die hartnäckigen zehn Kilo abgenommen hast, das tolle neue Auto in deiner Garage steht oder du die angesagtesten Klamotten der Saison dein Eigen nennst? Dann lade ich dich ein, weiterzulesen.

Der Schlüssel zum Glück

Vergangenheit und Zukunft sind Illusionen. Sie existieren nicht. Je mehr wir unserem Glück hinterherjagen, desto unglücklicher werden wir sein. Denn es existiert weder in unseren Erinnerungen, noch in unseren Träumen. Der Schlüssel zum Glück liegt im Hier und Jetzt. Dieser Moment ist alles, was zählt. In diesem Moment lebst du.

Leben ist Jetzt. Es gab weder eine Zeit, wo dein Leben nicht Jetzt war, noch wird es jemals so sein.
Eckhart Tolle

Ja, ich weiß, das hast du bestimmt schon tausendmal gehört. Doch so einfach ist das nicht? Auch da stimme ich dir zu. Ich selbst merke oft genug wie schwer es ist, nicht seinen Gedanken nachzuhängen und sich einfach mal dem Augenblick hinzugeben. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Glücklichsein kann man üben. Und es fühlt sich so gut an!

Nachstehend habe ich dir deshalb ein paar Tipps zusammengefasst, wie es mir gelingt, meine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu lenken:

Einatmen, Ausatmen, Wiederholen

Unsere Atmung ist der beste Weg um Achtsamkeit zu üben und sich des Augenblickes bewusst zu werden. Je öfter wir uns einfach nur auf unseren Atem besinnen, desto bewusster werden wir dafür. In einem älteren Artikel findest du auch noch eine effektive Atemübung, die dich schneller wieder ins Hier und Jetzt katapultieren wird, als du Glück sagen kannst. 🙂

Gedankenstopp

Diese Übung ist für mich am effektivsten, gerade wenn ich merke, dass mich eine negative Gedankenspirale runterzieht und ich Richtung Panikattacke abdrifte. Wenn das passiert, rufe ich gedanklich einfach laut „Stopp“ und dann versuche ich ganz aufmerksam zu sein, für das, was ist. Ich schaue mich um, nehme die Gerüche wahr, die meine Nase erreichen und lausche den Geräuschen, die mich einhüllen. Es gibt Tage, da hallt alle zwei Sekunden ein lautes „Stopp“ durch meinen Kopf. Doch je öfter ich diese Übung anwende, desto leichter fällt es mir, ganz im Hier und Jetzt zu bleiben und ich spüre ganz klar, wie entspannt und glücklich ich eigentlich bin.

Nippen statt kippen

In der heutigen Zeit kommt es leider immer mehr zu einer Art Modeerscheinung: Multitasking beim Essen. Das fängt beim Fernseher an und hört beim Smartphone auf. Ich selbst habe das lange Zeit praktiziert. Gerade wenn man allein lebt, scheint die Lieblingsserie oder Facebook ein guter Dinnerpartner zu sein. Doch das führt uns genau in die falsche Richtung. Nimm dir für deine nächste Mahlzeit einmal ganz bewusst Zeit. Genieße dein Essen in kleinen Bissen, den guten Wein in kleinen Schlücken, versuche alles zu riechen und zu schmecken. Denn auch Genuss bedeutet, ganz bei dem zu sein, was man tut. Und das macht zufrieden und glücklich.

Und zu guter Letzt noch ein kleiner Rat am Rande: Sei nicht zu streng mit dir selbst. Versuche, diese Achtsamkeitsübungen wie ein Spiel zu betrachten. Anstatt mit Ernsthaftigkeit und Verbissenheit, gehe mit Neugier und kindlicher Freude daran. Sei offen, für alle Möglichkeiten und freue dich darauf, was passieren mag. Und verurteile dich nicht, wenn es mal nicht klappt. Dann wird es ganz einfach sein.

Wie sind deine Erfahrungen mit Achtsamkeitsübungen? Hast du vielleicht noch weitere Tipps? Ich freue mich auf deine Kommentare!

Bild: Unsplash - Brandi Redd
Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

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2 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Beitrag, liebe Sabrina! Danke dir für deine wunderbaren Worte! Ich versuche mein Glück gerade wieder in die Hand zu nehmen und endlich beruflich nun neue Wege zu gehen. Damit mein Leben wieder ins Gleichgewicht kommt. GLG, Anita

    1. Danke dir, liebe Anita! Das ist schön zu hören, freu mich sehr für dich, dass du die Entscheidung getroffen hast. Es kann nur bergauf gehen 🙂

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