Entspannungsoasen im Alltag finden Wie du deine Kraftreserven wieder auftanken kannst

Entspannungsoasen im Alltag

Manchmal merke ich, wie mich mein Alltag regelrecht verschluckt. Die Tage verfliegen wie ein Wimpernschlag, ich habe viel und ständig etwas zu tun, und im Rückblick habe ich dennoch das Gefühl, nicht alles geschafft zu haben, was ich mir vorgenommen habe. Und das stresst nicht nur, sondern zehrt auch an meinen Nerven. Ich bin oft ununterbrochen müde und niedergeschlagen, habe selten Lust abends noch das Haus zu verlassen und spüre meine Kraftreserven schwinden.

Für solche Tage habe ich mir eine kleine Liste angelegt. Eine Liste, mit all den Dingen, die mich glücklich machen, Kleinigkeiten, die mir Freude bereiten und die mich einfach mal aus meinem Kopfchaos aussteigen lassen. Nicht jeder von uns läuft von Natur aus wie ein Duracel-Häschen unter Dauerstrom – und das auch noch mit einem Lächeln im Gesicht. Wir brauchen Pausen, kleine Entspannungsinseln auf die wir uns retten können, wenn wir manchmal ziellos im Alltagsozean umhertreiben. Deshalb möchte ich meine Liste heute mit dir teilen und dich vielleicht dazu inspirieren, dir deine eigenen kleinen Auszeitoasen zu bauen.

Yoga

Über nichts freut sich mein Körper mehr, als wenn ich nach einem langen Tag noch auf die Matte hüpfe, mich strecke und dehne und den Stress von meinen steifen Gliedern abstreife. Oft reicht schon eine Asana alleine, um mich abzuholen und mich meiner selbst wieder bewusst werden zu lassen.

Meditation

Stress lässt gerne die Gedanken wie wildgewordene Flummies unter der Schädeldecke umherspringen. Ich weiß, dass es gerade in solchen Momenten unmöglich erscheint, zu meditieren, doch genau dann haben wir es dringender nötig denn je. Versuche, dich erst ganz auf deinen Atem zu fokussieren. Du wirst merken, wie die Flummies von ganz allein immer träger und langsamer werden. Durch regelmäßige Meditation können wir Klarheit in uns schaffen, unnötigen Ballast abwerfen und uns wieder auf das Wesentliche besinnen.

Lesen

Sobald ich meine Nase in den Seiten eines Buches vergraben habe, katapultiert es mich regelrecht in eine andere Welt. Je mehr ich lese, desto gelassener werde ich auch in alltäglichen Situationen. Und noch viel wichtiger: Je mehr ich lese, desto inspirierter bin ich.

Sport

Meine Therapeutin sagte mir einmal, ich solle mir vorstellen, wie durch das Schwitzen beim Sport alles Negative aus meinem Körper transportiert wird. Das hat mich damals schon einen Riesenschritt nach vorne gebracht und auch heute erinnere ich mich immer wieder gerne daran und wende diese Taktik an. Da ich zurzeit beruflich den Großteil des Tages im Sitzen verbringe, tut dieser Ausgleich auch meinem Körper gut.

Spaziergang

Wenn mir ab und an die Kraft fehlt, um Sport zu treiben, versuche ich meinen müden Hintern wenigstens zu einem Spaziergang zu überreden. Gerade in den Wintermonaten ist es gut, regelmäßig an die frische Luft und in die Sonne zu kommen, um die leeren Vitamin-D-Speicher wieder aufzufüllen.

Musik

Wenn mir die Welt um mich herum zu viel wird, werden einfach die Kopfhörer aufgesetzt und die Lautsärkeregler hochgedreht. Am liebsten höre ich dann Raggae, Jazz oder gerne auch mal klassische Musik. Da tauche ich dann völlig ab, bis ich mich etwas erholt habe und mich die Türe zur Außenwelt wieder zu öffnen traue.

 

Natürlich gibt es noch viele weitere Methoden, um dem Alltag zu entkommen. Ein netter Tratsch mit der besten Freundin, Zeit mit der Familie verbringen, Kuscheleinheiten mit dem Haustier, ein Besuch bei der Masseurin des Vertrauens … man muss sich nur die Zeit dafür nehmen. Zeit, für den wertvollsten Menschen in unserem Leben: Sich selbst.

 

Wie gehst du am besten mit Stress im Alltag um? Hast du selbst irgendwelche Methoden gefunden, um wieder runterzukommen und dich zu entspannen? Lass es uns wissen.

 

Bild: Unsplash - Clem Onojeghuo

 

Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

Das könnte dich auch interessieren

5 Kommentare

  1. Liebe Sabrina

    Meine Liste sieht fast gleich aus… Lediglich Sport steht da nicht drauf. Und bei Musik steht nicht nur Musik hören, sondern machen 🙂

    Ich sage immer: Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich. Und deshalb hast du voll recht, wenn du schreibst: „Man muss sich nur die Zeit dafür nehmen. Zeit, für den wertvollsten Menschen in unserem Leben: Sich selbst.“

    Liebe Grüsse
    Katharina

    1. Hi Katharina,

      du hast recht, Musik machen hilft auch ungemein 🙂 ganz egal, wie das am Ende klingen mag, hauptsache es macht Spaß 😀

      Alles Liebe,
      Sabrina

    2. Ich mache schon sehr lange Musik, aber Nicht-Musiker könnten sich zum Beispiel auf Klangschalen, Marimbas o.ä. vergnügen – auch für die Musiker schön 😊
      Mmh, du hast mich grade auf eine Idee für einen Artikel gebracht… 😊🙏👍

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.