Wie du beim Einkaufen auf Plastik verzichten kannst Meine 5 Tipps zur einfachen Umsetzung

Plastikfreies Einkaufen

Mich hat es schon lange gestört, dass mein Mülleimer nach einem normalen Wocheneinkauf vor Plastik überquoll. Und nach langem Jammern über diese Tatsache, habe ich nun auch endlich begriffen, dass ich die Einzige bin, die das ändern kann. Vor ein paar Monaten habe ich dann langsam damit begonnen, mein Einkaufsverhalten zu verändern und meinen Plastikkonsum bewusst zu reduzieren. Heute schaffe ich es, fast gänzlich auf Plastik beim Einkauf zu verzichten und kaufe sogar großteils unverpackt. Wie mir das gelingt und wie auch du ganz einfach da hin kommst, darum soll es in diesem Artikel gehen.

Warum überhaupt auf Plastik verzichten?

Vom Babyschnuller über die Zahnbürste bis hin zur neuen Lieblingstasche – Plastik ist überall. Sogar in unserem Blut ist es mittlerweile nachweisbar. So praktisch und günstig die Verwendung von Plastik auch sein mag, so sprengt unser Plastikkonsum zur heutigen Zeit alle Maße. Unsere Erde versinkt förmlich im Müll. Während täglich immer weiter neue Plastikprodukte produziert werden, bleibt der alte Kunststoffmüll bestehen. Denn zur völligen Zersetzung von Plastik können 400 bis 450 Jahre vergehen.

Das Müllproblem im Meer ist besonders belastend und bedenklich. Jährlich verenden daran tausende Tiere qualvoll. Fische und Schildkröten verfangen sich in Plastiktüten, Vögel sterben an Plastikdeckeln und Handyteilen in ihrem Magen und an den schönsten Stränden der Welt sieht man den Sand vor lauter Mikroplastik nicht mehr. Und auch wir Menschen sind davon gefährdet.

Allein aus diesen und noch vielen weiteren Gründen ist es an der Zeit, endlich umzudenken. Denn die Veränderung beginnt bei jedem Einzelnen von uns. Wir, als Kunden und Endverbraucher, haben es in der Hand, eine neue Richtung einzuschlagen.

Vorbereitung ist alles

Eine Einkaufsliste gibt dir einen genauen Überblick darüber, was du wirklich brauchst – das verhindert vor allen Dingen, dass du am Ende Abgelaufenes wegschmeißen musst, nur weil du zu viel oder Lebensmittel eingekauft hast, die du eigentlich gar nicht brauchst. Ich habe außerdem im Kofferraum meines Autos immer einen mittelgroßen Karton dabei, so komme ich selbst bei Spontaneinkäufen nicht in die Verlegenheit, dass ich nicht alles auf einmal tragen kann und mir dann doch eine Tüte holen muss. Ein paar Stofftüten sind praktisch um Obst und Gemüse zu verstauen, und Weck-Gläser nehme ich mir für Produkte aus der Frischetheke mit (denn ja, mittlerweile darf man in den meisten Geschäften eigene Behälter für Käse und Co mitbringen). Mit ein bisschen Vorbereitung bist du für deinen Einkauf bestens gerüstet.

Auch kannst du dich vorab ein bisschen informieren, was es wo gibt. Durch stöbern auf diversen Plattformen und Blogs habe ich zum Beispiel herausgefunden, dass viele Produkte von JA! Natürlich mittlerweile in kompostierbarer Holzfolie verpackt werden.

Auf Glas umsteigen

Wenn ich mal etwas brauche, dass es nicht unverpackt zu kaufen gibt, dann versuche ich die Produkte möglichst in Glasverpackungen zu bekommen – denn auch Dosen kommen mir sprichwörtlich nicht mehr in die Tüte. Das hat den Vorteil, dass ich die dann einfach abwaschen und wiederverwenden kann. Als Aufbewahrungsbehälter und um die Snacks fürs Büro einzupacken sind solche Gläser mit Schraubverschluss nämlich superpraktisch. Und Glasflaschen von Tomatensaucen beispielsweise eignen sich super um selbstgemachte Pflanzenmilch abzufüllen.

Bei Bauern und auf Biomärkten kaufen

Wenn du, wie ich, auf dem Land lebst und keinen Unverpackt-Laden in der Nähe hast, dann informiere dich über Biomärkte in deiner Umgebung. Auch viele Bauern verkaufen mittlerweile ihre Produkte direkt ab Hof. Gemüse und Obst bekommst du dort immer ganz frisch und vor allem unverpackt – wenn du dich vorbereitest und deine Stofftüten dabei hast. Auch gibt es auf Biomärkten oft Verkaufsstände mit allerlei Milchprodukten im Glas. Ich persönlich mag auch die Atmosphäre auf solchen Märkten viel lieber, als in einem riesigen Supermarkt einkaufen zu gehen. Zur nachhaltig angebauten Bio-Zucchini gibt es nämlich meistens noch ein nettes Gespräch gratis dazu.

Selber machen

Selber machen lohnt sich – es schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Gerade Pflanzenmilch lässt sich super-easy zu Hause herstellen. Auch Brot und Gebäck schmeckt selbstgemacht am Besten. Wenn du einen kleinen Garten oder Balkon zu Hause hast, kannst du auch Gemüse, wie etwa Tomaten, Karotten oder Paprika, ganz einfach selber anbauen. Und anstatt sich in der Mittagspause ein belegtes Brötchen vom Supermarkt seines Vertrauens zu holen, kann man sich auch einfach schon am Vortag daheim etwas vorbereiten und mitnehmen. Da weiß man dann wenigstens auch ganz genau, was drin steckt.

Einfach mal machen

Sei am Anfang nicht zu streng mit dir selbst. Auch wenn sich nach den ersten Einkäufen noch ein paar Plastikverpackungen in deinen Tüten wiederfinden, dann sei trotzdem einfach mal stolz auf dich, dass du es versuchst. Und ich bin mir absolut sicher, dass du es schon von Anfang an schaffen wirst, deinen Plastikkonsum wenigstens zu reduzieren. Es mag dir vielleicht gerade zu Beginn mühsam und zeitaufwenig vorkommen. Doch du wirst den Dreh schnell heraushaben und irgendwann genau wissen, welche Produkte du wo bekommst. Und das gute Gewissen, etwas zur Schonung und Erhaltung unserer Umwelt beizutragen, belohnt am Ende für alles.

Wenn du noch mehr zu dem Thema wissen möchtest, dann findest du beispielsweise auf Utopia.de jede Menge Informationen. Dort gibt’s übrigens auch eine total gute Infografik zum Thema Plastik in unseren Weltmeeren. Auch viele Blogger beschäftigen sich immer mehr mit Nachhaltigkeit. Dariadaria, oder auch der Youtube-Kanal Rawberryvegan sind meine ersten Anlaufstellen, wenn ich etwas dazu wissen möchte.

Welche Erfahrungen hast du bisher mit plastikfreiem Einkaufen gemacht? Hast du überhaupt darauf geachtet? Oder hast du vielleicht noch weitere Tipps? Ich freue mich auf dein Kommentar!

 

Dieser Artikel spiegelt meine persönliche Meinung wieder und entstand in keiner Zusammenarbeit mit einem der verklinkten Unternehmen.
Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

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4 Kommentare

  1. Der letzte Punkt ist für mich der wichtigste: Einfach mal machen. Viele Menschen haben überhaupt keine Lust, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, weil sie vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen. „Kauf ich jetzt die Bio-Äpfel im 4er Plastikpack? Oder doch lieber unverpackte Fairtrade-Orangen, die aber nicht bio sind?“
    Ich finde leider noch nicht alles ohne Plastik; gerade bei veganen Produkten gibt es meiner Meinung nach noch enormen Nachholbedarf. Aber ich finde, dass jeder noch so kleine Beitrag zählt. Einfach machen, eben!

    1. Ja genau das ist es: einfach mal machen. Nach langem hin und her konnte ich jetzt endlich auch meine Mama dazu bewegen, „einfach mal zu machen“ 😀 und siehe da: es macht ihr sogar Spaß und sie ist ganz begeistert. Meistens reicht schon der erste kleine Schritt, dann verändert sich schonmal die Aufmerksamkeit für dieses ganze Thema und der Rest geht dann wie von selbst. Und ja, du hast recht: bei veganen Produkten besteht noch enormer Nachholfbedarf, aber ich bin guter Dinge, dass sich da auch bald was tut 🙂

      Alles Liebe, Sabrina

  2. Liebe Sabrina,

    ich finde es klasse, dass du auch über das Thema berichtest – und dieselben Gedanken, die du beschreibst, kenne ich selbst nur allzu gut. Damals bei meinem Umstieg auf weniger Plastik und Müll generell habe ich auch als Erstes beim Essen angefangen – das ist wirklich die einfachste Methode, etwas zu ändern, vor allem, wenn man wirklich noch keinen Unverpacktladen in der Nähe hat. (Ich hoffe ja, dass diese Läden ganz, ganz schnell mehr werden!)

    Später ist bei mir dann auch das Achten auf ein plastikfreies Badezimmer hinzugekommen – es ist unglaublich, wie viele Dinge man eigentlich gar nicht braucht, wenn man sich einmal damit ernsthaft auseinandersetzt!

    Ich wünsche dir auf jeden Fall noch ganz viel Freude auf dem müllfreieren Weg und freue mich auf weitere Artikel zum Thema!

    Liebe Grüße
    Jenni

    1. Danke für deinen Kommentar, liebe Jenni. Ja, ich hoffe auch, dass sich diese Läden bald mehr verbreiten. Im Badezimmer achte ich tatsächlich auch schon sehr darauf, auf Plastik zu verzichten, beziehungsweise sieht es da schon sehr minimalistisch aus. Du hast vollkommen Recht, man kommt mit so wenigen Dingen aus 🙂

      Alles Liebe, Sabrina

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