Aluminiumfreies natürliches Deo selbst herstellen – so einfach geht’s!

Naturkosmetik erfreut sich an seit Jahren stetig wachsender Beliebtheit. Doch im Dschungel der unzähligen Gütesiegel verliert man leider schnell den Überblick darüber, in welches Döschen tatsächlich ausschließlich pflanzliche Produkte ihren Weg gefunden haben. Da ist es doch am besten, man macht’s einfach selbst. Heute verrate ich dir, wie sich aluminiumfreies natürliches Deo ganz einfach und schnell herstellen lässt.

Nachhaltiges natürliches Deo selbst herstellen - Pin it!

Wer diesen Blog schon ein Weilchen verfolgt weiß, dass ich kein Tröpfchen Chemie mehr an meinen Körper lasse, seit ich begonnen habe, mich mit dem Thema Nachhaltigkeit bewusst auseinanderzusetzen. Und ich vertrete den Standpunkt, dass es niemandem egal sein sollte, was er oder sie an seine Haut lässt. Immerhin ist sie unser größtes und funktionell vielseitigstes Organ und dafür zuständig, unseren Körper vor äußeren Einflüssen zu schützen.

Unser Körper als Giftmülldepot

Herkömmliche Kosmetikprodukte enthalten oft Substanzen und Inhaltsstoffe, wie etwa synthetische Duftstoffe und Konservierungsmittel, welche wir über die Haut aufnehmen und so unseren Körper sukzessive zum Giftmülldepot verkommen lassen. Dies mag sich nicht sofort bemerkbar machen, über einen längeren Zeitraum können sich daraus jedoch oft Allergien und Hautkrankheiten entwickeln.

Die in vielen Deos enthaltenen Aluminiumsalze etwa stehen immer wieder in dem Verdacht, stark gesundheitsgefährdend zu sein und werden oft mitunter als Auslöser für Brustkrebs diskutiert.

Warum du Naturkosmetik lieben solltest

  •  die pflanzlichen Inhaltsstoffe sind nicht nur gut für die Haut, sondern für den gesamten Organismus
  • durch die Verwendung biologisch gezogener Pflanzen, und oft auch nachhaltiger Verpackungsmaterialien, wird die Umwelt geschont
  • viele (leider noch immer nicht alle) Naturkosmetikhersteller verzichten auf Tierversuche
  • gelbe Flecken in der Achselgegend und müffelnde Shirts gehören der Vergangenheit an
  • man kann sie ganz einfach selbst herstellen

Bei der Körperpflege auf Naturkosmetik zu setzen, ist also bestimmt nicht verkehrt. Doch als Konsument hat man es oft nicht leicht, im Dschungel der unzähligen Gütesiegel den Überblick zu behalten. Außerdem gibt es in der EU noch immer keine einheitliche Regelung, was unter Naturkosmetik zu verstehen ist. Und genau das nutzen viele Hersteller aus, um uns als Kunden an der Nase herumzuführen. Zwar gibt es einige Gütesigel, an denen Produkte mit rein natürlichen und biologischen Inhaltsstoffen deutlich erkennbar sind (eine Übersicht findest du zum Beispiel hier), doch wer ganz sicher gehen will, der stellt seine Kosmetik am besten selbst her. Und das ist leichter, als es klingt.

Aluminiumfreies natürliches Deo selbst herstellen

Rezept für aluminiumfreies natürliches Deo

Ich benutze dieses Deo nun schon seit einigen Monaten, und (nach der anfänglichen Umstellungsphase) bin ich immer noch absolut begeistert davon. Nicht nur, dass es beim Materialpreis die zu kaufenden Produkte um Längen schlägt, es ist auch noch super einfach in der Herstellung.

Dieses Creme Deo basiert übrigens auf Kokosöl. Da dieses einen recht niedrigen Schmelzpunkt hat sei gesagt, dass man es im Sommer am besten im Kühlschrank aufbewahren und im Winter nicht auf oder in die Nähe einer Heizung stellen sollte. Mir ist es selbst schon ein paar mal passiert, dass ich statt der Creme dann eine Deosuppe im Tiegel hatte. Das ist zwar eigentlich nicht weiter schlimm, lediglich die Gefahr, dass man es verschüttet ist halt ein bisschen größer.

Für aluminiumfreies natürliches Deo brauchst du:

  • 4 EL Bio Kokosöl
  • 3-4 EL Maisstärke*
  • 1-2 EL Kaisernatron
  • Ätherisches Öl nach Belieben
  • einen leeren Cremetiegel

*ich benutze das von Maizena und vertrage es sehr gut. Das kann allerdings je nach Hauttyp ganz unterschiedlich sein. Achte auf eine gute Qualität, um deine Haut nicht unnötig zu reizen und probiere ggf. eine andere Stärke, wie etwa Tapioka oder Pfeilwurzmehl, aus.

Schmelze das Kokosöl im Wasserbad. Bringe dazu einfach einen Topf mit Wasser zum Kochen, dreh die Temperatur dann wieder etwas zurück und stelle eine Schüssel aufs heiße Wasser. Sobald das Öl flüssig ist, die Schüssel aus dem Topf nehmen und kurz abkühlen lassen. Gib dann die Stärke und das Natron hinzu und verrühre alles gut, bis die Mischung eine cremige Konsistenz annimmt. Wenn du magst, rühre zum Schluss noch ca. 5 Tropfen des ätherischen Öls (ich mag zum Beispiel belebendes Lemongras sehr gerne) darunter. Lass das Deo weiter abkühlen und rühre immer mal wieder um, damit das Natron nicht absinkt. Kurz bevor die Masse fest wird dann in den verschließbaren Tiegel gießen und durchtrocknen lassen.

Aluminiumfreies natürliches Deo selbst herstellen - Kokosöl

Aluminiumfreies natürliches Deo selbst herstellen - Maisstärke

Aluminiumfreies natürliches Deo selbst herstellen - Natron

Aluminiumfreies natürliches Deo selbst herstellen -

Gib deinem Körper Zeit

Solltest du gerade erst von herkömmlichen Produkten auf aluminiumfreies natürliches Deo umsteigen, beachte bitte, dass es eine gewisse Zeit dauern kann, bis es richtig gut wirkt. Bei mir waren es ca. drei Wochen in denen ich mich, nun ja, nicht wirklich wohl im Kontakt mit anderen Menschen gefühlt habe. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Schweißdrüsen erst einmal von alten angesammelten Aluminiumresten befreien müssen. Doch am Ball bleiben lohnt sich, denn dieser Prozess ist irgendwann durchgestanden. Eine gesunde Ernährung hilft dir in dieser Entwöhnungszeit den Schweißgeruch im Zaum zu halten. Mir fällt übrigens auch heute noch auf, dass ich sehr lang vollkommen ohne Deo auskomme, wenn ich mich bewusst und ausgewogen ernähre.

Noch ein paar wichtige Hinweise

Bei ätherischen Ölen handelt es sich um ein hochkonzentriertes, reines Produkt, dass nur verdünnt und nicht in zu hoher Konzentration verwendet werden sollte. Benutze es bitte nur, wenn du dir sicher bist, dass du es verträgst. Weitere Informationen dazu findest du bei Maitreya Natura.

Ich möchte auch betonen, dass ich keine Kosmetikerin bin und hier nur lediglich ein Rezept teile, das ich eingehend getestet und, für mich persönlich, für gut befunden habe. Die Reaktion auf die einzelnen Zutaten kann jedoch, je nach Hauttyp, variieren. Sollten bei der Verwendung des Deos Probleme auftreten, kläre das bitte mit deinem Arzt ab.


Also dann, traust du dich an die Veränderung im Badezimmerschrank mit diesem Rezept heran? Oder hast du den Umstieg auf aluminiumfreies natürliches Deo bereits gewagt? Wie ging es dir damit und hast du vielleicht weitere Tipps? Ich freue mich auf deine Kommentare! 

Sabrina

Sabrina

Sabrina ist Yogalehrerin, Autorin und das Gesicht hinter » Mutwärts «. Sie liebt es, sich kreativ auszutoben, unvergessliche Momente in Bildern und Texten lebendig werden zu lassen und im Herzen der Natur zu leben. Das Thema » Angst « nahm in den letzten Jahren einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein. Wie sie damit umgeht und ihre Grenzen durchbricht möchte sie mit dir auf diesem Blog teilen.
Sabrina

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2 Kommentare

    1. Hey Jule, vielen Dank für dein Kommentar 🙂 ja absolut, ein herkömmliches Deo liegt (bei uns in Österreich) meist irgendwo zwischen 2 und 5 Euro. Bei diesem hier komme ich auf einen ungefähren Kostenaufwand von ca. 1,50 Euro, komme mit dem Deo dann aber auch um einiges länger aus (etwa drei Monate).

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